Baugemeinschaftsprojekt – Umbau und energetische Sanierung des ehem. Helenenheimes in ein Mehrfamilienwohnhaus | Dresden-Blasewitz

  • Umbau und energetische Sanierung des ehem. Helenenheimes in ein Mehrfamilienwohnhaus | Dresden-Blasewitz
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Projektinformation

Projektbeschreibung

Das “Helenenheim” war früher ein Heim für “gefallene Mädchen”, Altenpflegeheim und später ein Heim für schwererziehbare Jugendliche. Im Jahre 2008 wurde das Grundstück an die Baugemeinschaft aus 3 Familien verkauft. Um drei annähernd gleichwertige Wohneinheiten als Etagenwohnungen zu realisieren, mußte das Hauptdach komplett abgebrochen und neu aufgestockt werden. Das Gebäude wurde in den unteren beiden Etagen bestandschonend saniert.

Die Baugemeinschaft
Im Gegensatz zum klassischen Bauträgermodell bietet die Baugemeinschaft die Möglichkeit das Gebäude nach den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Bauherrn zu gestalten. Dies muss jedoch in den Bereichen, die alle Bauherrn betreffen in Abstimmung mit der Gemeinschaft erfolgen. Als Ergebnis sollte ein Optimum an Individualität, verbunden mit den Vorteilen einer funktionierenden Hausgemeinschaft stehen.

Die Baugemeinschaft hatte sich schon im Vorfeld gefunden und suchte eine passende Immobilie. Nach dem Kauf der unsanierten Wohnungen wurde zunächst ein Entwurf und schließlich ein Bauantrag gestellt, bevor das Gebäude notariell aufgeteilt wurde.

Das Energiekonzept
Bei den unteren beiden Wohnungen sollten die historischen Bauteile, die das Gebäude nach außen und nach innen prägen erhalten werden. Dies betraf beispielsweise Fassadengesimse, Fenstergewände, Stuckdecken und Parkettböden. Gleichzeitig sollte das Gebäude energetisch saniert werden. Da das Haus in seiner Geschichte bereits mehrfach erweitert und umgebaut wurde, wurden unterschiedliche Dämmsysteme verwendet. Zum Einsatz kamen neben einer äußeren Wärmedämmung der Außenwände auch Wärmedämmputz und Innendämmungen. Der Fußboden wurde mit Glasschaumgranulat gedämmt. Im neuen Dachgeschoss wurde eine Zellulosedämmung eingebaut.

Beheizt wird das Gebäude über eine Grundwasser-Wärmepumpe sowie über holzbefeuerte Kaminöfen. Die Wärme wird über Flächenheizungen im Fußboden und an den Wänden verteilt.

Das ökologische Konzept
Neben den Maßnahmen zur Energieeinsparung wurde auf die Verwendung ökologisch unbedenklicher und zur Vermeidung von Bauschäden diffusionsoffener Baustoffe geachtet. Als Innenputz wurde größtenteils Lehmputz angebracht. Die Innenräume wurden mit gesundheitlich unbedenklichen Farben gestrichen. Als Kellerabdichtungsmaterial wurde eine Tonmischung eingesetzt, die auch im Teichbau Verwendung findet. Das Niederschlagswasser versickert direkt auf dem Grundstück.